DIY - Marmorbilder mit Acrylfarbe | The Nina Edition


Auf der Suche nach großen runden Marmorbild bin ich letzten Sommer auf den Acrylic Pouring Trend gestoßen und war sofort fasziniert von dieser Technik. Lange habe ich mich etwas gescheut, Euch meine Bilder vorzustellen, weil das Ergebnis nicht wirklich zu beeinflussen ist. Das ist aber auch einer der Vorteile dieser Methode, denn sie ist wahnsinnig kreativ und das Ergebnis wirklich abstrakt und häufig unerwartet und wenig planbar. Für alle vier Bilder habe ich zum Beispiel die gleichen Farben verwendet und auch größtenteils die gleich Technik angewendet und dennoch ist das Ergebnis sehr unterschiedlich. Wenn Ihr also Lust auf überraschende Ergebnisse und einen kreativen Nachmittag mit etwas Sauerei habt, dann ist das etwas für Euch!


Mittlerweile ist das Internet voll von verschiedenen Techniken zum Acrylic Pouring und in zahlreichen Facebookgruppen tauschen sich (Amateuer) Künstler dazu aus. Die verschiedenen Techniken wie Flip Cup, Fadentechnik, Puddle Pour und (Ninja) Swipe sind hier anschaulich beschrieben. Ich mixe oft Flip Cup und Puddle Pour. Wie das geht, erzähle ich Euch jetzt!


Materialien

  • Leinwand 20 x 20 cm (am besten Mehrere, damit sich der Aufwand lohnt)
  • Plastikbecher
  • Stäbchen zum Umrühren
  • Malerkrepp
  • Pins (z. B. solche (*Affiliate Link)
  • weiße Acrylfarbe
  • weitere Acrylfarben nach Wahl (für die Bilder auf den Fotos habe ich folgende Farben verwendet (Werbung | ohne Auftrag): Weiß, "Aloe Vera", "Peach" und "Gold" von Sostrene Grene, "Kupfer" von Reeves (*Affiliate Link) und "Olive Green" von ElGreco
  • Pouring Medium
  • Silikön-Öl
  • einen alten Fön, den Ihr nur noch dazu verwenden möchtet
  • Abdeckfolie | große Pappe
  • Plastikwanne
  • Einweghandschuhe


Anleitung

Flip Cup

  • Rückseiten der Leinwand mit Malerkrepp abkleben.
  • Auf die Ecken je einen Pin setzen. Damit hat die Leinwand etwas Abstand zu Euer Arbeitsfläche. Das ist praktisch besonders zum Trocknen.
  • Arbeitsbereich großflächig mit Abdeckfolie auslegen. Unter meinen direkten "Pour-Bereich" lege ich meist noch eine große Pappe. Ich poure in der Küche auf dem Küchentresen und möchte nichts riskieren.
  • Plastikwanne unter die Abdeckfolie (auf die Pappe) schieben.
  • Einen Bereich zum Trocknen der Bilder definieren und gegebenenfalls auch abdecken. Ich verwende dazu unser Sideboard, das ich mit Pappen präpariere. 
  • Alle Materialien greifbar bereit legen und den Fön schon an die Steckdose anschließen.
  • Einweghandschuhe anziehen.
  • Ausgewählte Farben etwa auf 1 cm Höhe in die Becher füllen und mit dem Pouring Medium mit den Stäbchen vermischen. Die Farbe sollte sich leicht gießen lassen, aber nicht zu flüssig sein. Von der Farbe Weiß bitte mehr anmischen.
  • In alle Farben außer Weiß einige Tropfen Silikonöl geben und umrühren.
  • In einem leeren Becher nun die Farben schichten. Dabei bin mit Weiß beginnen und die Farben abwechseln. Mit Weiß abschließen.
  • Leinwand auf die Öffnung des Bechers legen, so dass dieser mittig platziert ist.
  • Vorsichtig umdrehen ohne dass sich der Becher löst. Becher so etwa 1 Minuten auf dem Kopf auf der Leinwand stehen lassen. 
  • Becher vorsichtig mit einer leicht kreisenden Bewegung von der Leinwand entfernen und Leinwand über die Plastigwanne halten. 
  • Nun die Farbe über die Leinwand laufen lassen. Die überschüssige Farbe läuft an den Rändern in die Wanne und kann dort nach dem Trocknen abgezogen werden.
  • Mit dem Fön einzelne Bereiche vorsichtig bearbeiten. Dabei nicht zu nah heran gehen. Sonst trocknet die Farbe oder brennt im schlimmsten Fall. Ihr wollt, dass sich Zellen bilden. 



Puddle Pour

  • Sollte es noch weiße Flächen geben, könnt Ihr mit der Farbe direkt auf der Leinwand experimentieren. Das war zum Beispiel bei dem Bild oben der Fall und das Ergebnis seht ihr in der linken unteren Ecke. 
  • Dazu gießt Ihr zu erst die weiße Farbe auf die entsprechende Stelle und tropft dann vorsichtig die anderen vorbereiteten Farben in die Mitte. Hier habe ich zu erst großflächig Weiß direkt auf die Leinwand getropft und dann in den Tropfen zunächst "Aloe Vera", dann "Peach" und dann "Gold".
  • Nun könnt Ihr wie oben beschrieben die Leinwand schwenken, so dass ein Marmoreffekt entsteht und gegebenenfalls noch einmal mit dem Fön an dieser Stelle arbeiten.
  • 24 bis 48 Stunden trocknen lassen.

Eigentlich ist das eine ganz untypische Farbkombi für mich mit den doch sehr bunten Farben aber ich liebe diese kupferfarbenen "Flüsse" sehr und das Bild erinnert mich irgendwie an Satellitenaufnahmen. 

Tipps:

  • Einige Hobby-Künstler arbeiten auch mit einem Creme-Brulee Brenner. 
  • Ich habe statt Bechern auch Gläser versucht. Funktioniert nicht. 
  • Die Materialien durft Ihr keinesfalls auswaschen. Acrylfarbe härtet beim Trocknen aus und verstopft Euch den Abfluss.
  • Besonders schöne Effekte entstehen, wenn Ihr eine Metallikfarbe dazu nehmt. 
  • Die Bilder kleben stark zusammen. Am besten lassen sie sich mit Backpapier oder Butterbrotpapier dazwischen verstauen.
  • Ist Euch ein Bild nicht gelungen, könnt Ihr es nach dem Trocknen erneut "bepouren". Es bedarf keiner Vorarbeit, einfach noch einmal Farbe draufkippen. 
  • Nach dem Trocknen könnt Ihr mit einem permanent Marker auch Motive, wie Mandalas, Traumfänger o. Ä. auf den Marmoreffekt malen. Testet dabei vorsichtig vorher den Marker. Bei mir haben nicht alle gut mit dem Öl funktioniert. Auch mit extra dafür gekauften Acrylmarkern hatte ich teilweise Schwierigkeiten.


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