Kolumne - Corona


Es sind verrückte Zeiten, wobei "verrückt" zu positiv klingt.

Aber, wenn wir es schaffen, dieser Pandemie etwas Positives abzugewinnen, wenn sie etwas mit uns Menschen macht (so schlimm sie auch ist), dann hatte sie tatsächlich einen positiven Effekt auf die Menschheit. Wir werden gezwungen zu entschleunigen. Uns auf uns zu besinnen. Unser Zuhause rückt in den Lebensmittelpunkt - ist wieder der Ort, wo wir uns am meisten aufhalten. Wo wir leben.


Wir sind auch gezwungen uns mit uns selbst auseinander zu setzen, mit unserem Partner, unseren Kindern und all den sonstigen Problemchen, wie unserer leckenden Dusche. Unser Lebenszentrum hat sich auf einmal - ganz plötzlich - verschoben. Nachhause! Wir müssen umdenken.

Lasst es uns als Chance sehen. Als Chance unser Leben neu zu justieren. Lasst uns die Geschwindigkeit rausnehmen und uns mehr auf den Alltag und das Alltägliche konzentrieren. Neue Routinen schaffen. Das Selbstverständliche wieder schätzen.




Ich glaube an "everything happens for a reason" (→hier entlang zur Kolumne). Welchen Grund aber könnte eine solche Pandemie für uns Menschen haben. Soll sie uns aufrütteln, weil wir immer noch nichts gegen den Klimawandel unternehmen? Soll sie uns Reisen wieder schätzen lassen? Soll Sie uns zeigen, dass unser Lebenstempo kein gutes ist? Soll sie uns dazu bringen das Alltägliche - unsere Lebensmittel, unsere vier Wände, unsere Familie, vielleicht auch unseren Job - mehr zu schätzen? Entstehen aus der Krise gar neue Job-, Business und Lebenskonzepte? Werden künftig die Menschen in sogenannten kritischen Berufen mehr wertgeschätzt? Gibt es endlich ein Umdenken im Bereich Gesundheit und Pflege?

Corona zwingt mich zum Beispiel dazu endlich meine morgendliche Sportroutine wiederaufzunehmen. Keine Ausreden mehr. Keine Möglichkeit mehr ins Fitnessstudio zu gehen. Im Badezimmer hängt nun also die Squad Challenge, der Heimtrainer steht bereit, genauso wie der Bauchtrainer und das YouTube Armworkout ist wieder unter den Favoriten in meinem Browser. Summer Body, here I come.

Corona zwingt mich auch dazu meine Vorräte zu sichten (→Tipps), kreative Rezepte umzusetzen, um die Dinge aufzubrauchen, die Platz einnehmen und die ich eigentlich nicht konsumiere. So werden die gemahlenen Mandeln demnächst zum Karrotten Kuchen.




Corona bringt mir auch Zeit. Zeit für spannende Dokus und Lieblingstees. Zeit für Gesichtsmasken, Peelings, Maniküre. Zeit für den großen Bücher- und Zeitschriftenstapel. Zeit für DIYs (→Ideen) und selbstgemachte Ostergeschenke (→Ideen). Zeit für den nervigen Papierkram (→Tipps). Zeit für die noch nervigere Steuererklärung. Zeit für einen aufgeräumten Laptop (→Tipps), Back-Ups, Fotoalben. Zeit für Ausmisten (→Tipps), klar ziehen, neu strukturieren (→Tipps), resetten. Zeit für Gemütlichkeit. Zeit für Hygge (→Tipps). Zeit für Soulfood.

Jeden Tag bringe ich eine von diesen nervigen Dingen hinter mich und schwebe auf dem anschließenden Glücksgefühl. Dabei höre ich Podcasts und fühle mich so belesen, wie lange nicht mehr. Meine sonst nicht enden wollende To Do-Liste wird endlich kürzer. Jeden Tag ein bisschen.

Und nach Corona? Da werde ich Zeit haben, Zeit das Leben zu genießen.

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