#organisinginspo - Finances I


Viele von Euch hatten als Neujahrsvorsatz sicherlich "Sparen" angegeben. Ein wichtiger erster Schritt zum "mehr sparen" ist zu erkennen wieviel Geld man zur Verfügung hat und wofür man es ausgibt. Das Prinzip ist weder innovativ noch neu aber: Ein Haushaltsbuch muss her. Klingt altbacken irgendwie - nach verstaubter Kladde mit gelben Seiten und Bleistift und Radiergummi am Küchentisch vor dem Kamin. Aber mittlerweile wisst Ihr, dass ich ein digitaler Mensch bin, und unter digital verstehe ich nicht, einen Taschenrechner zu benutzen. Außerdem finde ich es nicht besonders ökologisch wenn Bäume wegen meiner Sparzwänge sterben müssen, daher mein Motto "Do it, but paperless".

Mein Haushaltsplan ist denkbar einfach gestaltet. Aber er funktioniert und das schon im vierten Jahr, daher ist er jetzt als "Blogvorzeigbar" befunden. Statt eines Taschenrechners lassen wir Excel für uns arbeiten. Bitte beachtet dabei unbedingt, dass ich kein Excel Guru bin. Als Politikwissenschaftlerin stand ich damit lange auf Kriegsfuss. Formeln und rechnen, Oh Gott. Aber nach dem Anfängerkurs (höhö) habe ich Excel schätzen und ja auch lieben gelernt und für meine Finanzübersicht (klingt doch viel besser als Haushaltsplan, oder) eignet es sich ganz wunderbar! Bestimmt geht einiges noch viel schneller als ich es hier mit Excel mache, also seid bitte nicht zu kritisch mit mir.




Los geht's!
1. Öffnete eine neue Datei in Excel und speichert sie als "Finanzübersicht 2014" ab.

2. Legt 12 Registerkarten and benennt sie nach den zwölf Monaten. Klickt dann den Januar an


Einnahmen

Die erste Spalte (A) nennt Ihr "Einnahmen". Darunter schreibt Ihr Eure gesamten Einnahmen wie z.B. euer Gehalt. Damit Euer Finanzplan möglichst korrekt ist solltet Ihr auch ein Feld für den Rest des Vormonats anlegen. Der Lieblingsmann und ich wohnen zwar zusammen, wir haben aber kein gemeinsames Konto. Die Fixkosten teilen wir natürlich, sie gehen aber von meinem Konto ab. Ich vermerke mir seine Beiträge zu den Fixkosten unter Einnahmen. Damit ich nicht durcheinander komme, markiere ich sie mir am Anfang des Monats rot. Sobald das Geld auf meinem Konto eingeht, markiere ich sie schwarz. In die Spalte A schreibt Ihr also die Beträge in die Spalte B dann, um was es sich handelt, damit Ihr nicht durcheinander kommt. Eure Liste könnte dann so aussehen:

  • Gehalt
  • Rest des Vormonats
  • Verkauf 1 Kleiderkreisel
  • Miete Lieblingsmann
  • Strom Lieblingsmann
  • ...
Im Laufe des Monats können da noch Punkte dazukommen, solltet Ihr z.B. bei Kleiderkreisel oder Ebay aktiv sein, ein Trinkgeld bekommen oder Oma Euch Geld zu stecken. Ich habe dann in Zelle B14 "Gesamteinnahmen" geschrieben. Übrigens, wenn Ihr Eure Einnahmen als Euro-Werte angezeigt bekommen wollt, dann markiert Ihr die Zahl einfach und wählt in der Symbolleiste "Zahl" das Euro-Zeichen aus.

Um Eure Einnahmen nun zu addieren, gebt Ihr in der Zelle A14 die folgende Formel ein:

=SUMME(A2:A13).

Alternativ dazu markiert Ihr die entsprechenden Zellen und klickt auf Autosumme. A2:A13 steht in der Formel für Zelle A2 bis A13, d.h. es wird die Summe aus den Werten in diesem Zellbereich gebildet. Das sieht dann in etwa so aus:


Die Gesamteinnahmen bilden Euer für den Monat zur Verfügung stehendes Geld. Dem entgegen stehen die

Ausgaben

Als erstes solltet Ihr Euch daher Kategorien für Eure Ausgaben überlegen. Meine sind zum Beispiel

  • Fixkosten: Miete, Telefon+Internet, GEZ, Mitgliedschaften (Fitness, Mieterverein etc.), Handy, Strom, Studiengebühren (2 Spalten)
  • Lebensmittel
  • Drogerie
  • Mittagessen
  • Restaurant
  • Auto: tanken, Reparaturen, Versicherung
  • Medikamente
  • Zeitschriften: Abos, Kiosk etc.
  • Geschenke
  • Shopping (2 Spalten)
  • Schuhe
  • Unterhaltung: Kino, Basketball und alle weiteren Veranstaltungen (Messe Besuche) (2 Spalten)
  • Job-Auslagen: Taxi, Bewirtungen, Reisekosten (Hotel etc.) (2 Spalten)
  • Sonstiges: Reinigung, Geburtstagslage, Reisen etc, Möbel, Backen etc.. (2 Spalten)
  • Sparen (2 Spalten)
Welche Kategorien Ihr wählt hängt von Eurem Konsumverhalten ab und davon welche Kosten Ihr Euch vor Augen führen wollt. Ich habe zum Beispiel die Kategorie "Restaurant" gewählt um zu sehen, ob ich es mit dem Essen gehen und dem täglichen Luxus übertreibe. Außerdem fallen Schuhe bei mir nicht unter Shopping weil Schuhe für mich außergewöhnliche Anschaffungen sind. Ich kaufe mit alle paar Jahre ordentliche Stiefel und im Frühling gerne ein gutes Paar Ballerinas. Die kosten dann auch mehr, und würden somit die Ausgaben in der Kategorie "Shopping" verzerren. War das so halbwegs verständlich?

Diese Kategorien übernehmt Ihr nun als Spaltentitel neben Eurer "Einnahmen"-Spalte. Je nach dem ob Ihr neben den Ausgabenwert noch eine Bezeichnung schreiben möchtet, braucht Ihr gegebenenfalls zwei Spalten für eine Kategorie. Das sollte dann so aussehen.


Nun schreibt Ihr in Zelle B29 "Gesamtausgaben". Dann listet Ihr Eure Fixkosten in der dafür vorgesehenen Spalte und lasst Excel die Summe daraus in Zelle C29 bilden, in dem Ihr Zelle C29 anklickt und dann folgende Formel eintragt

=SUMME(C2:C28)

So verfahrt Ihr nun mit allen weiteren Spalten. Wenn Ihr dort noch keine Zahlen eintragen könnt, schreibt am besten ein paar Nullen in die Felder und gebt schon einmal die Formel für die Gesamtkalkulation ein. Lasst dabei die Spalte "Sparen" aus. Dazu kommen wir in einem zweiten Tutorial.

Um nun die Gesamtausgaben zu errechnen, schreibt Ihr in Zelle A29 folgende Formel

=SUMME(C29:AA29)

Achtung: Hier kann die Formel bei Euch variieren, weil Ihr eventuell mehr oder weniger Kategorien (=Spalten) in Eurer Excel-Datei habt als ich. Ihr müsst also nachschauen, wie die letzte Spalte heißt  und diese in der Formel da eintragen wo bei mir AA steht. Die Zahl verändert Ihr nicht. Neben "Gesamtausgaben" sollte nun eine Zahl erscheinen.


Rest

Nach dem wir nun wissen wieviel Geld wir jeden Monat einnehmen, und wieviel wir ausgeben interessiert uns ja eigentlich wieviel übrigbleibt. Damit wir wissen, ob wir uns dieses eine tolle Top noch leisten können und wollen oder eben nicht. Hier schaue ich auch immer im Laufe des Monats nach, wie ich bis zum Ende hinkomme etc.

In Zelle B31 schreibt Ihr nun "Rest". In Zelle A31 kommt folgende Formel

=A14-A29

In A14 stehen ja unsere Gesamteinnahmen und in A29 unsere Gesamtausgaben. Sollten diese Werte bei Euch in einer anderen Zelle stehen, müsst Ihr die Formel hier entsprechend anpassen.

Die kommenden Monate

Keine Sorge, Ihr müsst das nicht für jeden Monat neu anlegen. Ich kopiere einfach immer den vorherigen Monat (Strg+A) und füge ihn in den nächsten ein (Strg+V). Dann passe ich die Ausgaben an (z.B. zahlen wir GEZ im Quartal etc.). Somit bleiben die Formeln erhalten und ich tippe nur neue Zahlen ein.

Um einen Überblick darüber zu erhalten welche Fixkosten tatsächlich schon bezahlt sind, markiere ich die Fixkosten am Anfang des Monats alle rot, und sobald die abgebucht oder bezahlt sind, ändere ich die Farbe in schwarz. So vergesse ich nichts und weiß auch immer welche Ausgaben noch ausstehen.

Nach und nach werdet Ihr eventuell Kategorien zufügen. Denkt dabei daran, die Gesamtausgabenzellformel anzupassen.



Führt Ihr einen Haushaltsplan? Wie behaltet Ihr den Überblick über die Finanzen?


Kommentare

  1. Ich hatte auch ne Weile lang nen Haushaltsplan. Mittlerweile ist vieles bei uns so drin, dass ich ihn nicht mehr brauche ... Aber deine Excel find ich toll, könnte ich mir glatt wieder überlegen 😊
    Liebe Grüße
    Caro

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  2. EIn wirklich super toller Post und ich finde es einfach klasse erklärt.
    Ganz liebe Grüße Lisa <3
    http://hellobeautifulstyle.blogspot.de/
    https://www.youtube.com/channel/UCPoU_ebFxQsjhAwy8bjlPiA

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    1. Danke :) Ich war mir nicht sicher, ob man es wirklich versteht. Bald kommt schon der zweite Post der Reihe zum Thema "Sparen"

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  3. Bisher habe ich kein Haushaltsplan geführt, hört sich allerdings vernünftig an. LG

    http://featheranddress.com

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