#Kolumne - Gelassenheit


Wenn mich 2016 eins gelehrt hat, dann ist das Gelassenheit. Sowohl beruflich als auch gesundheitlich musste ich einiges einstecken. Aber wie heißt es so schön, "was Dich nicht umbringt macht Dich stärker". Auf der Skala meiner verhasstesten Sprüche kommt dieser direkt nach "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" und "Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, macht Limonade daraus". Keine dieser Weisheiten hat mich bislang weiter gebracht. Wenn man mich aber fragen würde, welche "Weisheiten" mir im Leben bislang am meisten geholfen haben,



dann wären das definitiv folgende zwei

"Alles im Leben hat einen Sinn" {Everything happens for a reason}
"Ein "Nein" hast Du schon, ein "Ja" kannst Du noch bekommen."

Diese wurden letztes Jahr, um eine Wesentliche ergänzt

"Über Dinge, die Du nicht ändern kannst, musst Du Dich nicht ärgern."


Life is a party to be thrown


Die damit verbundene Erkenntnis, so banal sie auch klingen mag, war quasi Augen öffnend und "mind-blowing". So muss ich mich zum Beispiel nicht mehr aufregen, wenn ich im Stau stehe. Ich kann es ja schließlich nicht ändern. Stattdessen mache ich das Beste daraus und drehe das Radio voll auf und habe einen Moment für mich. Ich mache es wie Adele es singt "Life is a party to be thrown."


"Ja mei"

Kürzlich habe ich in der Zeitschrift "Happy Way" (01/2017) von einem ganz ähnlichen Ansatz gelesen. In ihrer Kolumne thematisiert die Chefredakteurin Beatrix Kruse nämlich ebenfalls Gelassenheit. Als Beispiel zieht sie das bayerische "Ja mei" heran, was mich immer irgendwie an das englische "oh well" erinnert. Beides drückt eine gewisse Unbeeinflussbarkeit aus. Genau diese, nehme ich fortan als Grundsatz, um Dinge los zu lassen. Auch die Amerikaner raten gern mal "let it go" und vielleicht ist das die Grundlage für mehr Gelassenheit. Die Krux dabei hat Reinhold Niebuhr so wunderbar zusammengefasst

"Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." (Reinhold Niebuhr, Happy Way, 01/2017, S. 15)

Für leistungsorientierte zielstrebige Steinböcke wie mich, ist das natürlich eine besondere Herausforderung. Auch das Loslassen will schließlich gelernt sein und erfordert eine gewisse Übung.


Für diese Momente habe ich Yoga für mich entdeckt. Gerade wenn ich aufgebracht bin und es nicht mehr ins Fitnessstudio zu meinem geliebten Aquafitness geschafft habe, dann rolle ich die Matte bei uns im Erker aus und mache eine 20-minütige Session mit Youtube. Mein liebster Kanal ist dabei "Yoga with Adriene". Damit es abends ganz fix geht liegen meine Decke und ein kleines Lieblingskissen für schwierige Übungen direkt bereit. Manchmal kommt man ja einfach nicht so weit runter, oder braucht, etwas um das Hohlkreuz zu stützen. Das Kissen ist übrigens von ESPRIT und schon etwas älter. Ich benutze besonders gern dieses eine für meine Yoga-Sessions, weil es die perfekte Größe hat und das Velours so schön weich ist.


Quellen

Kissenhülle: ESPRIT
Laterne: Geschenk
rosa Vase: Geschenk
schwarze Vasen: Blume 2000 (aktuell)
Facetteglas: Tine K Home
weiße Vase: IKEA
Kupfertablett: Woolworth (alt)
Decke: Elmas Home
Lightbox: NanuNana (aktuell)
Beistelltisch: Depot (Sommer 2016)
weißes Teelichtglas (innen Kupfer): Blume 2000 (alt)
♥♥♥


1 Kommentar

  1. Die Sprichworte sind mir alle geläufig, aber nicht alle ertrage ich immer gleich gut. Ich als Steinbock mag eben auch gerne alles unter Kontrolle.
    Viel Entspannung wünsche ich dir beim Yoga.
    L G Pia

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