#bakiningspo - Pesto Swirls {Cookies von Cynthia Barcomi}


Cynthia Barcomi ist quasi "schuld" an der Existenz dieses Blogs. Als ich 2007 von einem Praktikum in New York wieder kam, wollte ich unbedingt Cupcakes selber backen. Ich hatte dort nämlich auf der Sex and the City-Tour die Magnolia Bakery kennengelernt. Als ich dann in einer großen Buchhandlung nach einem Backbuch für Cupcakes fragte, traf ich auf große Augen und Kopfschütteln. Das wäre also der richtige Zeitpunkt für mein Cupcake Business gewesen. Stattdessen empfahl man mir ein Backbuch von Cynthia Barcomi *klick* und insbesondere den darin enthaltenen Carrot Cake (ein Traum übrigens). Das war der Anfang meiner Backliebe, wenn man einmal von frühen Kindheitsversuchen an Kaiserschmarren und Plätzchen absieht. Kein Wunder also, dass ich nun endlich auch das 2015 erschienene Werk "Cookies" von Cynthia Barcomi *klick* begutachten musste.

Dass Cynthia Barcomi meine Backgöttin ist, ist also kein Geheimnis. Schon zu Anfang des Blogs habe ich Euch ihr rotes Backbuch ans Herz gelegt *klick*. Meines Erachtens darf es in keinem Backbuchregal fehlen. Die Rezept gelingen immer und das auch bei Backanfängern. Mittlerweile habt Ihr mich als durchaus kritischen Menschen kennengelernt. Somit wisst Ihr meine heutige Rezension sicherlich um so besser einzuschätzen. Denn es ist nichts daran verschönt. Ich liebe das Buch einfach schon jetzt. Kennt Ihr das, wenn Ihr durch ein Koch- oder Backbuch blättert und am liebsten sofort alles nachbacken würdet? So ist es mir bei diesem Exemplar ergangen, das mir übrigens vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.


Das 2015 im Mosaik Verlag erschienene 159 Seiten starke Hardcover Buch gliedert sich in
  • Einleitung: Hintergründe zum Buch, Tipps zum besseren Gelingen und Cookies verpacken und verschenken
  • Schnelle Cookies / Free Form and Drop
  • Cookies zum Kaffee oder Tee
  • Kühlschrank-Cookies
  • Glutenfreie Cookies
  • Cookie-Schnitten / Bar Cookies
  • Weihnachts-Cookies
  • Herzhafte Cookies
  • Cookies aus aller Welt
  • Register
In letzter Zeit ist es mir selten so gegangen wie bei diesem Buch: ich hätte direkt überall Post-Its zum Nachbacken platzieren können und hatte tatsächlich die Qual der Wahl, welches Rezept ich Euch vorstellen möchte.  Die Rezepte sind sehr genau beschrieben. Die einzelnen Schritte werden zum Teil auch mit Kommentaren erklärt wie "dieser Schritt ist sehr wichtig, sonst wird der Teig nicht fluffig". Damit eignen sich die Rezepte durchaus auch für Backanfänger. Allerdings sollte man unbedingt auch den einleitenden Text zu den Rezepten lesen. Während dieser oft persönliche Informationen enthält, warum Cynthia Barcomi das Rezept ausgewählt hat, sind dort auch elementare Hinweise enthalten wie "man muss sie am selben Tag aufessen". Das finde ich etwas unglücklich, weil man das so wirklich leicht überlesen kann. Insbesondere bei den Rezepten für Blätterteig o. ä. hätte ich mir Schritt-für-Schritt Bilder zur Falttechnik gewünscht. 


Nachgebacken habe ich für Euch die Pesto Swirls von Seite 126 aus der Kategorie "Herzhafte Cookies". Gewählt habe ich dieses Rezept, weil wir für einen Roadtrip Proviant brauchten und es sich somit gut angeboten hat. Wie Ihr an diesem Rezept erkennen könnt, enthält das Buch neben den "normalen" Plätzchen und Keksen auch Rezepte für anderes Gebäck wie Brownies oder eben diese Pesto Swirls, die ich nicht direkt als Cookies verorten würde. 


Cynthia Barcomi beschreibt die Pesto Swirls als "göttlich". Der Geschmack sei "eine Offenbarung - wie vom Himmel geschickt". Diese Beschreibung fand ich beim Durchlesen erst etwas übertreiben. Denn ich habe mich gefragt, was an Blätterteigstangen mit Pesto so speziell sein kann. Nun da ich sie nachgebacken habe, muss ich sagen, dass sie mit "normalen" Blätterteigstangen wenig gemeinsam haben. Sie sind reichhaltiger, buttriger, schwerer. Kurzum: Sie haben leider meinen Geschmack nicht getroffen. Dies liegt allerdings glaube ich tatsächlich an mir. Ich mag sehr buttrige Dinge nicht. Die Lieblingseltern haben die Pesto Swirls durchaus positiv bewertet. "Das ist was zum Bier", war die Bewertung. Der Lieblingsmann hat leider wie so oft "ist nicht meins" gesagt. Was daran lag, dass der Teig für ihn zu ungewürzt war. Dazu komme ich später noch, bei der Beschreibung des Rezepts, da war ich schuld dran und nicht das Rezept.


Wieviele Swirls Ihr aus dem Rezept herausbekommt, hängt davon ab, wie groß Ihr sie macht. Ich habe ca. 15 Stück herausbekommen. Übrigens habe ich die Peperoncino weggelassen, weil ich nicht so gern scharf esse. Dafür habe ich mir dann die Kritik vom Lieblingsmann eingefangen. Einen Tod muss man sterben.

Übrigens habe ich zur blauen Stunde kurz vor unserer Abreise um 5:30 morgens fotografiert, was man den Bildern farblich leider ansieht.


Los geht's!

Teig:
1. Mehl, Peperoncino, und Salz vermengen. 
2. Die Butter in kleine Stücke schneiden und mit einer Küchenmaschine oder dem Handrührgerät einarbeiten.
3. Ebenso mit dem Frischkäse verfahren. Mischung rühren bis sie grobkrümelig ist. Bei mir sah es einwenig aus wie Streusel.
4. Kaltes Wasser dazugeben, und solange kneten bis ein glatter Teig entsteht. Nicht zu lange kneten.
5. Teig zu einem flachen Rechteck von ca. 10 * 20cm ausrollen. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kalt stellen. Je kälter der Teig ist desto besser lässt er sich ausrollen.

Füllung:
6. In einem Multihacker oder mit dem Mörser die Kräuter mit Knoblauch, Nüssen, Salz, Butter und Olivenöl zerkleinern.
7. Käse fein reiben und zur Kräuter-Nuss-Mischung dazugeben.


8. Teig aus dem Kühlschrank holen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von 20* 30 cm ausrollen (ca. 1cm dick).
9. Mit der Pestofüllung bestreichen.


10. Dann den Teig wie einen Briefbogen zweimal übereinander falten (s. Bild). 
11. Teig drehen, so dass das geschlossene Ende rechts liegt und den "Briefbogen-Vorgang" wiederholen (s. Bild).
12. Ränder und Seiten gut zusammendrücken.

Diese Schritte fand ich etwas schwierig erklärt, weswegen ich Fotos von den einzelnen Schritten für Euch gemacht habe.

13. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Der Teig hält sich im Kühlschrank 3 Tage, so dass man ihn auch gut vorbereiten kann. 
14. Ofen auf 190°C (Umluft oder Unterhitze) vorheizen.
15. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
16. Teig aus dem Kühlschrank holen und erneut auf 20 * 30 cm ausrollen. Wenn das Gebäck kleiner werden soll, könnt Ihr hier ein anderes Maß wählen. 


17. Teig in 2cm breite Streifen schneiden und eindrehen. Ich habe die Streifen mittig noch einmal geteilt. 


18. Eindrehen und auf die Backbleche legen. 12 Minuten gold braun backen. Es ist ganz normal wenn beim Backen Flüssigkeit aus dem Teig (vom Frischkäse) austritt.

Noch am selben Tag aufessen.


Fazit: Ein tolles Buch mit super Rezepten, das Ihr schon jetzt auf Euren Wunschzettel oder die Liste mit Geschenkideen für die backende Freundin, Kollegin oder Schwiegermama setzen solltet. Für mich gehört es auf die Liste der Must-Have Backbücher. Wenn ich Sterne vergeben würde, würde ich einen Abziehen, weil mir die Beschreibungen noch einwenig zu ungenau sind und mir an mancher Stelle die Bebilderung fehlt. 


1 Kommentar

  1. Die sehen echt sehr sehr lecker aus (: Das Buch ist bereits gespeichert für meinen nächsten Amazon-Einkauf!

    Liebe Grüße,
    Jenny
    http://imaginary-lights.net

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