#bakinginspo - Raspberry - Cocos - Hearts for Valentines Day {Goodbye Zucker}


Seid Ihr bereit für einen knallroten und etwas kitschigen Valentinstags Post? Keine Sorge, ich verspreche Euch auch etwas intellektuellen Input. Heute geht es nämlich mal um Zucker. Das sogenannte weiße Gift. Passend dazu kommen diese Valentinestagsherzen ganz ohne Zucker aus.


Zuckerverzicht zumindest für einen gewissen Zeitraum ist Grundlage vieler Diäten oder Ernährungsumstellungen. Die South Beach Diät schlägt zum Beispiel in der ersten Phase (sie besteht aus drei Phasen) das Weglassen jeglichen Zuckers also auch dessen in Obst und Gemüse vor. Auch die gehypte Dukan Diät hat einen ähnlichen Ansatz. Die Idee ist, wie beim Detoxen, den Körper von seiner Zuckerabhängigkeit zu befreien und so den zukünftigen Süßhunger einzudämmen. Quasi einen fresh start zu machen. Auch das Christentum rät seit je her zur Fastenzeit und dem Verzicht auf Süßes nach der Karnevalsvöllerei bis Ostern. Es handelt sich also beim Zuckerverzicht nicht um eine neumodische Erscheinung sondern althergebrachte Tugend.


Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch das Buch "Goodbye Zucker" von Sarah Wilson *klick*, das kürzlich im Goldmann Verlag erschienen ist. Sarah schlägt aufgrund ihrer eigenen Erfahrung und Abhängigkeit von Zucker eine achtwöchige Entwöhnung vor. Sarah beschreibt Zucker als Gift, das uns nicht nur abhängig macht sondern auch Grundlage für einen Großteil der heutigen Erkrankungen wie z.B. der Fettleber ist. Demnach ist nicht das fettige Essen daran schuld, sondern der Zucker. Mit Zucker meint sie in erster Linie Fructose, die direkt in Fett umgewandelt wird. Fructose versteckt sich in Haushaltszucker gleichermaßen wie in Obst, Honig oder dem oft als guter Alternative empfohlenen Agavensirup. Sarah schlägt vor Zucker zu verbannen und statt dessen mehr Fett und Proteine zu essen. Diese stillen nämlich das Verlangen nach Leckereien und sättigen besser. Als Faustregel empfiehlt sie nur Produkte zu essen, die auf 100g oder 100ml 6g Zucker haben. Sie begründet diese Zahl mit dem Lactosegehalt (=MilchZUCKER), der bei 100ml 4,7g beträgt. Als Zuckerersatz empfiehlt sie Stevia und Reissirup.

Das Buch gliedert sich in fünf große Kapitel
  • Einführung
  • Das 8-Wochen Programm
  • Grundausstattung: z.B. Nussbutter, aktivierte Nüsse etc.
  • 108 zuckerfreie Rezepte
    • Frühstücksideen
    • Smoothies & Co.
    • Detox-Gerichte
    • Herzhafte Snacks
    • Naschen mit Kids
    • Süßes für Zwischendurch
    • Kuchen & Desserts
  • Anhang


Nachgebacken habe ich die Himbeer-Kokos-Tarte. Erst später habe ich gesehen, dass Sarah es als eines ihrer beliebtesten Rezepte beschreibt. Deswegen habe ich es jedenfalls nicht gewählt. Die Beliebtheit kann ich natürlich verstehen, denn auch mich hat das Rezept direkt angesprochen. Es erinnert einwenig an den guten alten "Kalten Hund" nur ohne Kekse und dafür mit Himbeeren und Kokos.


Die gesalzene Butter soll dem Rezept das besondere Etwas verleihen.


Los geht's!

4 Herzsilikonformen bereitstellen. Beeren und Kokoschips abwiegen. Kokosöl in eine Pfanne geben. Wenn es anfängt zu schmelzen, die Butter dazugeben. Kakaopulver und Sirup unterrühren und etwa zur Hälfte die Förmchen damit füllen. Die Beeren und die Kokoschips hineindrücken. Im Kühlschrank mindestens 30 Minuten fest werden lassen.


Sarahs 8-Wochen Programm sieht wie folgt aus

  • Woche 1: Ein Schritt nach dem anderen - den Zuckerkonsum einschränken
  • Woche 2: Gesunde Fette statt ungesundem Zucker - Zucker durch Fett ersetzen
  • Woche 3: Goodbye Zucker - Den Zucker weglassen
  • Woche 4: Jetzt nur nicht aufgeben
  • Woche 5: Experimentieren und Entgiften
  • Woche 6: Naschen ist wieder erlaubt - sich wieder etwas Obst gönnen
  • Woche 7: sich von Ausrutschern erholen 
  • Woche 8: Zuckerfrei leben - kein Thema

Für jede Woche schlägt sie drei Rezepte vor.

Wer von diesem Buch ein Kochbuch erwartet, wird enttäuscht. Es enthält zwar eine Vielzahl von Rezepten, das spannende sind aber die vielen Fakten und leerreichen Tabellen. Sarah vergleicht zum Beispiel den Zuckergehalt vieler Produkte und schlägt Alternativen vor. Es handelt sich also eher um einen Ernährungsratgeber als ein banales Kochbuch.


Fazit: Interessanter, wenn auch nicht neuer Ansatz. Sarah bietet eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema Zucker an und gibt auch hilfreiche Tipps und Faustregeln. Ihr acht-Wochen-Programm leuchtet mir leider nicht ein. Die Unterschiede der einzelnen Wochen sind für mich nicht klar geworden. Ich hätte mir Tabellen mit Lebensmitteln, die in der jeweiligen Woche, konsumiert werden sollen gewünscht. Die Informationen zum Zuckerverzicht sind zudem über das ganze acht-Wochen Programm verteilt. Ich habe so den Eindruck gewonnen, dass man leicht Fehler machen kann, wenn man nicht alles einmal durchgelesen und verinnerlicht hat. Dennoch empfinde ich das Buch aufgrund der Vielzahl der Informationen zur Auswirkung von Zucker auf unseren Körper als sehr empfehlenswert und werde die 8-Wochen-Kur versuchen. Noch ein Wort zur Gestaltung: Das Cover ist ein Traum und auch die Aufmachung im Inneren lässt keine Wünsche offen. Top!



rote Herzchen Silikonformen: XENOS (2013)
Apricot Facett-Gläser: Tine K Home (2016) über Martha's *klick* (im Sale!)
kupfer Kuchengabeln: XENOS (2015)
rote Glasherzchen: Leonardo
Vase: IKEA
Papiertortenplatten: Ernstings



Wenn Euch das alles noch nicht kitschig genug war, klickt Euch doch noch auf meine vergangenen herzigen Blogposts: 



Habt Ihr schon einmal für eine Weile auf Zucker verzichtet?

Kommentare

  1. Ui das klingt interessant! Also das Rezept, nicht ohne Zucker zu leben ;-) Aber wie haben sie denn nun geschmeckt oder gibts die erst Sonntag?

    LG Claudi

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    1. Es ist wirklich sehr interessant, dass man aus Kokosöl, Butter und Kakaopulver eine Masse bekommt, die wie Schokolade schmeckt. Durch den Reissirup war es wirklich total süß. Der Lieblingsmann mochte es nicht, weil die Himbeeren ihm zu sauer waren.

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  2. Ich hab schon mal auf Zucker verzichtet, mit genau dem Programm aus dem Buch :D Ich fand das Buch an sich echt hilfreich, klar wären Tabellen noch schön gewesen, aber da man das für sich macht ist es meiner Meinung nach auch nicht schlimm, wenn man in einer Woche noch etwas isst, was man nicht mehr essen sollte.
    Mir hats auf jeden Fall gut getan und ich braucht mittlerweile auch insgesamt weniger Zucker als früher, der Schokoheißhunger überkommt mich aber trotzdem noch gelegentlich :D
    Meine Erfahrungen hab ich in einem kleinen Tagebuch auf meinem Blog zusammengesammelt, wenns dich interessiert kannst du ja mal vorbei schauen :)
    Liebe Grüße :)

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  3. nach sechs wirklich entspannten zuckerfreien wochen kann ich nur sagen, einfach machen! es tut nicht weh! ;) viel erfolg! ich bin gespannt, wie es bei dir läuft.

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