#travelinspo - Fort Lauderdale


Wisst Ihr was nach wohliger Suppe, Wärmflasche an den Füßen und plüschigem Lammfellkissen einen verregneten Herbst um 1000 % besser macht? Urlaubsfotos mit Palmen vor strahlend blauem Himmel und Sonnen-Overload vom Weltbesten Urlaub - ever!



Eigentlich bin ich gar kein Klischee Freund. Ich bade nicht gern und mag kein Wellness. Der Tipp bei schlechter Laune und an verregneten Sonntagen Urlaubsfotos herauszuholen wäre daher normalerweise bei mir gleich in der Kategorie "Mädchenquatsch" und "was soll das bringen" gelandet. Allerdings bin ich dieses Mal so ganz zufällig über den positiven Effekt der Urlaubsfotos gestoßen. Ich habe sie nämlich kürzlich für ein Fotoalbum gesichtet und habe mich plötzlich trotz Nierenbeckenentzündung gleich so viel besser auf der Couch liegend (mit dem Laptop auf den Knien möglichst weit weg vom Bauch) gefühlt.

View from W Fort Lauderdale

Alle paar Jahre machen der Lieblingsmann und ich so eine ganz große Reise. Einmal waren wir Silvester in New York. Ein anderes Mal haben wir eine selbstgeplante Florida-Rundreise (alle Posts dazu findet ihr hier *klick* unten unter "the rest of the world") gemacht (Die Fotos verhelfen übrigens auch direkt zu besseren Gedanken). Dieses Jahr wollten wir eigentlich nach San Francisco mit Blumen im Haar über die Golden Gate Bridge gehen und mit so einem tollen Trolley fahren. Bis sich herausstellte, dass im Mai in San Francisco so um die 12°C sind. Gnaaah. Dann fiel die Wahl relativ schnell auf New York City (hier entlang zum Blogpost *klick*). Eine Städtereise allein ist für uns gestresste Großstädter aber nicht das Nonplusultra für den Jahresurlaub. Ein bisschen Strand, Chillen in der Sonne am Pool und schwimmen mit Pelikanen (jaja, das habe ich vorher auch nicht erwartet) muss schon sein. Also haben wir überlegt, wo es uns in Florida besonders gut gefallen hat und sind ganz schnell auf Fort Lauderdale gekommen. Da sind wir bei unserer Rundreise nur einmal kurz an den Strand gefahren (*klick*), aber der war im Vergleich mit Miami South Beach so herrlich relaxed und sauber und leise (!), das er uns sofort verzaubert hat. Oder was meint Ihr zu dem Strand auf dem Bild unten?


Die Hotelsuche gestaltete sich dann schwieriger als gedacht. Das vermeintliche Hotel, was wir uns beim ersten Trip abfotografiert hatten, stellte sich als Apartmentanlage heraus für das man Anteil kaufen muss, um dort übernachten zu können. Die meisten anderen Hotels waren zwar von namhaften Hotelketten hatten aber leider keine tollen Bewertungen. Schließlich haben wir etwas tiefer in die Tasche gegriffen und uns für das W-Hotel Fort Lauderdale *klick* entschieden. Auf die W-Kette war ich schon eine Weile gespannt, seit ich einen Vlog zum W-Hotel in Barcelona gesehen habe. Ich sage Euch, wir waren im Paradies. Wir hatten dort einfach einen traumhaften Aufenthalt.

W Fort Lauderdale

Gebucht haben wir bei Amoma (hat mir vorher auch nichts gesagt, aber Onkel Google meinte das wäre ok), das war der günstigste Anbieter den wir in diesem Zeitraum auf Trivago.de gefunden haben. Gezahlt haben wir für ein Doppelzimmer für 11 Nächte knapp 2000 €. Wirklich kein Schnäppchen, aber ich würde das Hotel jedes Mal wieder buchen. Wir hatten ein großes stylishes Zimmer mit King-Size-Bett, das uns im Vergleich zu unserem Zimmer in NYC im The Pod 53 wie ein Palast vor kam. Dazu gab es ein großzügiges Badezimmer mit Badewanne. Einziger Wermutstropfen war die großflächige Glaswand zwischen Badezimmer und Schlafbereich. Beim Dusch Zuschauer zu haben, auch wenn es sich dabei um den Lieblingsmann handelt, ist dann nicht wirklich mein Ding aber vielleicht mögt Ihr ja so eine kleine Peep-Show am Morgen *lach*. Ist ja nicht jeder so prüde wie ich.


Wirklich viel unternommen haben wir nicht. Nach dem "complementary" Morning Coffee, ging es für uns immer erst einmal ans Meer, die Füße ins Wasser halten und die Ruhe am Morgen genießen. Dort waren wir meist ganz allein. Die kleine Figur da rechts mit den Armen in der Höhe bin ich. Kurz davor hatte der Lieblingsmann wie wild am Strand mit den Armen gefuchtelt, ich wollte gerade herausrennen (natürlich Baywatch like und ganz grazil), weil ich dachte, ihn hat etwas gestochen (dabei gab es dort gar keine Insekten), da habe ich gecheckt, dass er meinte, ich solle mich umdrehen. Ungefähr einen Meter hinter mir flogen drei Pelikane und tauchten direkt hinter mir ihre riesigen Schnäbel ins Wasser. Solche Ereignisse muss man erleben. Die kann man durch Erzählungen irgendwie nicht wiedergeben. Ich mein, stellt Euch einfach mal vor, Ihr seid ganz allein im Meer macht ein wenig Aqua Gymnastik und dann begegnen Euch drei Pelikane. Das ist doch Wahnsinn.


Danach habe ich jeden Morgen nach ihnen Ausschau gehalten, aber vergebens. Wenigstens habe ich sie von meiner Liege am Pool noch mal gesichtet.

Dafür haben wir leider keine Baby-Schildkröten gesehen.


Nach dem morgendlichen Strandausflug ging es meist direkt in das Hotel eigene Gym. Das war zwar nicht groß aber drei Crosstrainer, ein Laufband und so ein Gerät auf dem man das Gefühl hat zu skaten und alle Kraftgeräte, die wir auf unserem Trainingsplan zu Hause haben, waren vorhanden. Zur frühen Stunde war es dort noch nicht all zu voll. Man merkt aber deutlich, dass der hippe stylishe Ami jeden Tag ins Gym geht. Nach dem Frühsport ging es dann zum Pool, wo wir bis zum Abend blieben. Sogar das Mittagessen konnte man sich nämlich an die Liege bringen lassen. Da das Essen im Hotel nicht teurer als woanders war, dafür aber um Klassen besser, war das für uns die bequemste Lösung. Ich weiß, es klingt dekadent. War es auch. Aber ich meine, dort war ein Stephen Starr Restaurant - hallo?! Ihr kennt ihn vielleicht von seinem Restaurant Buddakan in dem Carrie in SATC ihr Rehearsal Dinner gemacht hat. Ich schwärme seit der Restaurant Week in Philadelphia von seinen Kochkünsten. Sogar ein Steak Sandwich ist bei ihm aussergewöhnlich und zum Reinlegen.


Im Hotel integrierten Starr-Restaurant Steak 954 *klick* gibt es ein beeindruckendes Aquarium mit blauen Qualen. Das müsst Ihr Euch angucken, auch wenn Ihr Euch das Essen dort nicht gönnen wollt. Übrigens, Reservierungen sind abends immer nötig. Mittags kann man so vorbeischauen.


Während des Memorial Day Weekends war dann im Hotel ganz schön HalliGalli. DJ am Pool, freizügige Menschen mit Cocktails im Pool - you get an idea. Dafür gab es Yoga am Strand und Pina Colada Slushis direkt am Pool. Ich sage Euch, Yoga bei Meeresrauschen ist nochmal etwas ganz anderes. Da kann man sich wirklich entspannen.


Am Memorial Day selbst sind wir dann ins Outlet geflohen. In Fort Lauderdale ist nämlich eines der größten Outlets Amerikas. Auf dem Weg dahin, solltet Ihr bei einem IHop zum Frühstück vorbeischauen


 und nachdem Shopping empfehle ich Euch bei Applebees einzukehren. Das ist natürlich kein wahnsinniges Geschmackserlebnis, gehört für mich aber zu einem Amerikaaufenthalt einfach dazu.


Ein weiteres Highlight unseres Aufenthalts war das Essen bei Bubba Gump. Ihr wisst schon aus Forest Gump. Das ist zwar etwas hochpreisiger als ein Diner, aber der Fisch war super und ich würde jedes Mal wieder dort hingehen.



Das W Fort Lauderdale hat übrigens mehrere Pools. Wir haben immer in den ruhigen und den großen unterschieden.


Vom ruhigen hat man einen tollen Blick auf die Kanäle, die Fort Lauderdale auch den Namen das Venedig Amerikas gegeben haben.


Ist dieser Blick nicht einfach traumhaft?


Ich glaube, ich muss den Lieblingsmann jetzt überzeugen, dass wir uns ganz schnell an die Urlaubsplanung fürs nächste Jahre machen müssen. Bis dahin schwelge ich in diesen tollen Erinnerungen.


Ward Ihr schon einmal im Paradies? 

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