Interieur - Das neue SoLebIch Buch* | The Nina Edition


Der heutige Post fließt mir nicht ganz so leicht wie manch' anderer aus der Tastatur. Ich habe mich heute schwer getan. Nicht gewusst, wie ich die Bewertung für dieses Buch am Besten 'rüberbringe. Ich habe mit mir gerungen und mich schließlich durchgerungen. Ich stelle Euch meine Top 9 aus diesem Buch vor, das mich nicht überzeugt hat. Man sagt, Berliner tragen Ihr Herz auf der Zunge. Man sagt auch, Berliner sind sehr direkt. Ich bin Berliner und sehr kritisch. Heute werde ich einmal den Berliner 'raushängen lassen und direkt sein.


Auf 191 Seiten präsentiert die Autorin, Nicole Maalouf, in dem im DVA Verlag erschienenen Buch *klick*
  • 20 Flure
  • 28 Küche
  • 32 Wohnzimmer
  • 24 Arbeitsplätze
  • 29 Schlafzimmer
  • 24 Kinderzimmer
  • 443 Ideen.

Das Buch folgt dem Motto "Wohne, wie es Dir gefällt". In einer kurzen Einleitung werden grundlegende Tipps wie neue und alte Einrichtungsgegenstände, Farbe und Material, Licht und Leuchten, Selbstgemachtes und persönliche Details dargelegt. Ausserdem wird die "So-leb-ich-Online Community" vorgestellt. Dazu später mehr.


Ein sehr gutes Buch fesselt mich von Anfang bis Ende. Das gilt für einen Roman gleichermaßen wie für ein Einrichtungs- oder Kochbuch. Letztere müssen von Post-Its, mit denen ich Inspirationen markiere, nur so überquellen. Ich muss von Seite zu Seite blättern und mich voll "aahs" und "oohs" und "oh, guck mal" kaum mehr auf der Couch halten können. Ein sehr gutes Buch verdient sich seinen Platz in meinem Bücherregal. In Zeiten des Minimalismus und Clean Living ist dies ein nicht zu unterschätzender Aspekt.

Sicherlich ist es schwer, sich in der heutigen Welt, die uns mitsamt der Vielzahl von Eindrücken fast schon blind macht, herauszustechen, aber es gibt diese einzigartigen Werke, die es tun. Dieses hier tut es leider meiner Meinung nach nicht auch wenn 12 von 17 Amazon Rezensenten fünf Sterne gegeben haben.

Hinzukommt "Geschmäcker sind verschieden" insbesondere in Sachen Einrichtung. Dennoch gibt es einige Kritikpunkte, die meines Erachtens nichts mit dem Geschmack zu tun haben, denn
  • mir fehlt das Neue und
  • mir fehlen Quellen für die Einrichtungsgegenstände auf den Bildern.
Wie gesagt, ich bin ein sehr kritischer Mensch. Nun habe ich mit mir gerungen. Sollte ich dem Verlag schreiben, dass mich das Buch nicht überzeugen konnte, und ich deshalb gerne von einer Rezension absehen würde? Dann würdet Ihr hier aber weiterhin nur positive Rezensionen lesen und wie glaubwürdig würde mich das machen? Soll man Schlechtes oder Dinge, die nicht gefallen haben, die nicht überzeugen konnten, unerwähnt lassen? Wäre das fair Euch gegenüber? Ich habe beschlossen: Nein. Darum gibt es jetzt eine sehr ehrliche und vielleicht (zu) kritische Rezension des neuen SoLebIch -Buchs, das mir vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde.


Lasst mich Euch zunächst ein paar Ideen aus dem Buch zeigen, an denen ich hängen geblieben bin. Die Küchen auf dem Bild oben sind fast schon klassisch. Schwarz-weiß gehalten, strahlen sie uns mit ihrem simplistischen Stil derzeit von allen skandinavischen Blogs und Instagramaccounts entgegen. Immer dabei die Salz- und Pfeffermühlen "Bottle Grinder" von MENU und das Buchstabengeschirr von Design Letters, so der klassische Brotkasten von Wesco. Dazu selbstgemachte Ledergriffe für die Küchenschränke. Nett. Aber alles nicht "wow". Wenn es "wow" wäre, wüsste man übrigens nicht wo man es kaufen kann. Bezugsquellen finden sich nur sehr vereinzelt neben den Bildern. Hier wird zum Beispiel der IKEA Bilderrahmen RIBBA erwähnt. Erstens sieht man von dem verhältnismäßig wenig auf dem Bild, zweitens hätte man den wahrscheinlich gerade noch selbst erkannt.


Mich faszinierend &-Zeichen. Ich weiß nicht warum. Ich hadere seit längerem mit mir, ob ich lieber ein Kissen oder ein Bild damit bemalen soll. In diesem Esszimmer gefallen mir die Farben des Bilds. Es ist nicht Ton-in-Ton mit der Einrichtung, passt aber dennoch dazu und strahlt im Verhältnis zum Rest fast schon Wärme aus.


Der kunterbunte Stuhlmix ist einfach nicht mein Ding. Über Geschmäcker lässt sich streiten. Aber die Origamileuchten, die gefallen mir. Dafür gibt es sogar eine Quelle: Sie sind von Studio Snowpuppe.


Ich mag Erker mit gemütlichen Sofas.


Toller Stifthalter. Ich kann ihn mir auch super für Kosmetik vorstellen oder in seiner eigentlichen Funktion als Windlicht. Leider gibt es keine Quelle. Schade.


Spiegel, die an Gürteln befestigt sind, sind ja fast schon wieder out. Haben wir sie nicht schon vor 2-3 Jahren gehyped? Dennoch ie Kombination aus weiß und braun gefällt mi und auch der Rest des Raumes ist so schön ruhig. Das mag ich.


Das Buch hat mich zudem auf die Solebich-Online Community aufmerksam gemacht. Die war mir zuvor noch unbekannt. Dort könnt Ihr stöbern, selbst Bilder hochladen und Euch Rat einholen. Aber vorsicht: ich habe die Community als recht speziell erlebt. Mehr Bilder als eins am Tag hochladen, auch wenn ihr neu seid, kommt nicht gut an. Bilder anderer Jahreszeiten auch nicht. Ein für Blogger typisches Wasserzeichen auf den Bildern ist nicht erlaubt. Mir gefallen die Themenspecials, wie das zum Herbst *klick* zur Zeit. Im Magazin könnt Ihr Euch durch Homestories, Cityguides und Einrichtungstrends klicken. Auch Shops können sich anmelden und ich habe dort schon den ein oder anderen neuen Einrichtungsshop entdeckt.


Wie wohnt Ihr? Zeigt her!

Kommentare

  1. Ich habe noch nie in ein Interiorbuch geschaut, sondern male meine Möbel regelmäßig nach Belieben neu an. Das sieht man meiner Wohnung dann allerdings auch an - Perfektion geht anders :D

    So ein &-Zeichen finde ich aber eigentlich auch ganz schön und die Lampen sehen sehr danach aus, dass man sie eventuell auch selber machen könnte.

    Liebe Grüße,

    Julia

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    1. Julia, das glaube ich nicht, dass man das Deiner Wohnung ansieht. Du weißt ja, ich male auch gern Möbel an ;). Sehen wir uns heute Abend?

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  2. Ich hab das ehrlich sehr gern gelesen, deine ehrliche Rezension. Weiß genau was du meinst. Aber das Esszimmer mit dem & ist toll!
    Beste Grüße!
    Claudia

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