#foodinspo - Low Carb Vegan Lasagne


Früher habe ich mich konsequent nach Low bzw. No Carb ernährt. Es gab bei mir zum Frühstück Rührei oder Cottage Cheese, zum Mittag Gemüse mit Hähnchenbrust und abends Salat mit Hähnchenbruststreifen. Dazwischen bei kleinem Hunger Nüsschen oder Käse. Nur so konnte ich mein Gewicht bei 4 mal Sport in der Woche halten. Auch den Lieblingsmann konnte ich von der Low Carb Ernährung überzeugen.



Inzwischen bin ich beim Sport auch aufgrund meines Jobs sehr inkonsequent geworden und nicht mal mehr Mitglied in einem Fitnessstudio. Gegen Hähnchen, Hühnerei und Milch habe ich Unverträglichkeiten, so dass auch die Low Carb Ernährung zum roten Tuch wurde. Das muss aber gar nicht sein, wie ich kürzlich bei einer Recherche nach Rezepten feststellte, gibt es ein neues Kochbuch zum Thema "Low-Carb vegan - 40 Rezepte ohne tierische Lebensmittel" *klick*, das mir der Systemed Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Wie Ihr wisst ändert das aber nichts an meiner Objektivität. Um das Buch entsprechend bewerten zu können, habe ich für Euch das Titelrezept - die Zucchini-Oliven-Lasagne mit Pestobéchamel - nachgekocht.


Als Nichtveganer, der nur auf Tierisches verzichtet, weil er aufgrund von Unverträglichkeiten muss, viel mir das Einkaufen für das Rezept einwenig schwer. Dabei würde ich mich da schon als Experten bezeichnen. Schließlich probiere ich viel aus und stöbere jede Woche im Biomarkt. Bei dem Begriff "Sojagranulat" wußte ich aber leider nicht was gemeint war. Die Dame im Bioladen auch nicht. Kollegin geholt, und auf drei verschiedene Variante von Soja-Flocken gezeigt. Keine Ahnung welche ich nehmen sollte. Ich habe mich dann einfach spontan für die feinste Variante entschieden. Das war ok. Dem Lieblingsmann hat es sehr gut geschmeckt, so viel vorweg.


Man nehme:

- 600g Zuchini
- 200ml Gemüsebrühe
- 75 g Sojagranulat
- 1 Schalotte
- 25g schwarze Oliven (entsteint)
- 30g grüne Oliven (entsteint)
- 1TL Olivenöl
- 50g TK Erbsen
- 500g passierte Tomaten
- 2EL Tomatenmark
-1TL getr. Oregano

für die Pestobéchamel
- 20g Pinienkerne
- 1kl. Knoblauchzehe
-15-20 frische Basilikumblätter
-1EL Zitronensaft
-4TL Olivenöl
-125g Soja Cuisine
-20g Hefeflocken

Salz, Meersalz und Pfeffer zum Würzen


Los geht's!

  1. Backofen auf 250°C Grillstufe vorheizen. Zucchini waschen und längs in 1cm dicke Scheiben schneiden. Von beiden Seiten salzen und auf einem Backrost verteilen. Von beiden Seiten je 5-7 Minuten grillen (Dadurch wird die Lasagne nicht zu wässrig).
  2. Backofen auf 180°C Umluft stellen. 
  3. Gemüsebrühe kochen und Sojagranulat damit übergießen. 10 Minuten quellen lassen. Eventuell absieben.
  4. Die Schalotte schälen und fein schneiden. Oliven klein hacken. Olivenöl in eine beschichtete Pfanne geben. Schalotte darin 3 Min. andünsten, dann das Sojagranulat dazugeben und kräftig anbraten.
  5. Passierte Tomaten, Tomatenmark, Oliven, Erbsen und Oregano in die Pfanne geben. Würzen und bei niedriger Temperatur (Deckel!) 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen.
  6. Für die Pestobéchamel die Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne rösten. Knoblauchzehe auspressen. Basilikum, Pinienkerne, Knoblauch, Zitronensaft und Meersalz mit 4 TL Olivenöl purieren.
  7. Sojacuisine und 1/2 TL Meersal in einem Topf aufkochen. Vom Herdnehmen und Hefeflocken unter Rühren einrieseln lassen. Dann das Pesto untrühren.
  8. Eine Auflaufform mit etwas Öl einpinseln. Den Boden mit Zucchinscheiben bedecken und mit 3-4 EL Tomatensauce bestreichen. Darauf dünn Pestobéchamel verteilen. Weitere Schichten nach dem selben Muster auftragen. Mit einer Schicht Béchamel abschließen.
  9. Im Ofen (mittlere Schiene) 10-15 Minuten backen.


Das Buch beginnt mit einer Einleitung in die vegane Ernähung, nennt wichtige Eiweißquellen für Low-Carb-Veganer und einige wichtige Ernhährungsquellen, bevor der Rezeptteil beginnt. Dieser bietet breit gefächerte Rezepte von Frühstücksmüsli über Pizza zu Lasagne, Salat und Co. Die Frühstücksrezepte reissen mich wenig vom Hocker. Das geht mir aber so gut wie immer so. Warum sind in Kochbüchern immer Müslirezepte enthalten? Stattdessen würden mich Chia-Puddings viel mehr interessieren. Aber das ist wohl Geschmackssache. Wo wir gerade dabei sein. Insgesamt enthält das Buch für meinen Geschmack einfach zu wenig Bilder. Ich brauche zu jedem Rezept ein Bild. Mich locken die Bilder, nicht der Text, zum Nachkochen. Ist das bei Euch auch so? Trotzdem bin ich mehr als begeistert, dass es endlich ein Buch zum Thema vegan und low carb gibt, von dem man sich inspirieren lassen kann.


Ernährt Ihr Euch nach Low-Carb?







 

Keine Kommentare

Ich freue mich über jeden Kommentar.