[thinks...] Silence



"Zwischen den Jahren", ist der Titel eines kurzen Artikels in der aktuellen Laviva (S.9). 

Dort heißt es die Tage nach Weihnachten, noch im "alten" Jahr, seien ein "zeitliches Niemandsland" - ein "stilles Fenster" zwischen Weihnachten und Silvester, in dem es leiser ist als sonst. Die Welt drehe sich langsamer und treibe schwerelos durchs All. Diese Vorstellung gefällt mir irgendwie. Stille - einfach mal Inne halten, reflektieren und über das vergangene Jahr nachdenken und Vorsätze für das Neue fassen. Es war nicht mal ein halbseitiger Artikel, kein Autor hat drunter gestanden und dennoch empfinde ich ihn als so berührend und besonders, dass ich ihn hier erwähne. 

Während im Radio wieder von den Rennen auf die Geschäfte berichtet wird - und von nichts anderem als Umtausch und Silvesterpartyplanung die Rede ist, sollten wir inne halten. Noch einmal Luft holen, wie der Artikel empfiehlt, "bevor am 31. Dezember um Mitternacht die Stille mit lautem Getöse beendet wird" und "das Gerenne, das Mithaltenmüssen, das Anstrengen, das rastlose Streben wieder losgeht", "bevor wir wieder viel zu selten innehalten und uns fragen, b wir eigentlich das Leben führen, das zu uns passt."

Ich möchte hier keineswegs melodramatisch oder irgendwie esoterisch klingen, aber dennoch möchte ich Euch aufrufen - aufrufen zum innehalten. Lasst uns nur kurz verschnaufen, im Niemandsland.


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