#readinginspo - "Die Hütte" von William Paul Young


"Ein Wochenende mit Gott" ist nicht unbedingt ein Titel der mich reizen würde. Das Buch hat jedoch wochenlang auf der Spiegel-Bestseller-Liste gestanden und wir hatten es bereits zu Hause. Ich habe mir ein paar Antworten auf die übliche Frage erhofft: Wie erklären Gläubig bzw. wie erklärt die Religion das Leid, das einigen Menschen passiert.

Amazon fasst das Buch wie folgt zusammen "Vor Jahren ist Mackenzies jüngste Tochter verschwunden. Ihre letzten Spuren hat man in einer  Schutzhütte im Wald gefunden – nicht weit vom Camping-Ort der Familie. Vier Jahre später, mitten in seiner tiefen Trauer, erhält Mack eine rätselhafte Einladung in diese Hütte. Ihr Absender ist Gott. Trotz seiner Zweifel lässt Mack sich auf diese Einladung ein. Eine Reise ins Ungewisse beginnt. Was er dort findet, wird Macks Welt und Leben für immer verändern ... " 

Es viel mir reichlich schwer mich in dieses Buch hinein zu versetzen. Das heißt nicht, dass ich nicht gläubig bin, keineswegs. Ich fand die Beschreibung der Drei-Faltigkeit nur nicht nachvollziehbar. Gott als dicke schwarze kochende Frau? Das entspricht einfach nicht meiner Vorstellung. Darüber hinaus sind einige Beschreibungen so bildlich und farbenfroh, dass ich unwillkürlich an die Beschreibungen von Drogenabhängigen und deren Tripps denken musste. Außerdem war mir einfach die Sprache zu schwulztig. Permanent nannte Gott Mack "Liebling" und "Schatz". Das war mir einfach zu viel. Auf der anderen Seite fand ich es schon spannend, wie durchgängig einzigartig der Schreibstil des Buches ist. 

Vielleicht habe ich es einfach nicht verstanden, aber ich habe keine Antwort auf meine Frage bekommen. Im Anhang des Buches sind einige Interviews mit dem Autor. Diese fand ich fast erschreckend. Sie haben mich doch an eine Sekte erinnert.

Habt Ihr das Buch auch gelesen? Was meint Ihr dazu??





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